Madagaskar
+++ Aktuell: Am 10. Februar 2026 traf Zyklon Gezani die Ostküste Madagaskars und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Fast eine halbe Million Menschen sind von den Folgen betroffen. Die Welthungerhilfe ist vor Ort und leistet Nothilfe, unter anderem durch ein Cash-for-Work-Programm zur Räumung von Zufahrtswegen und zur Säuberung von Entwässerungsgräben, durch die Desinfektion von Brunnen und die Wasseraufbereitung auf Haushaltsebene, die Verteilung von Kochutensilien und grundlegenden Haushaltsartikeln sowie durch Zusatznahrung für 6.000 Kleinkinder zur Vorbeugung von Mangelernährung. +++ Madagaskar besitzt eine Fläche, die annähernd so groß ist wie Deutschland und Polen zusammen. Rund 30,3 Millionen Einwohner*innen bewohnen den tropischen Inselstaat, die Mehrheit davon leidet unter Armut und Hunger. Der WHI-Wert liegt 2025 bei 35,8, damit wird die Hungersituation im Land als "sehr ernst" eingestuft. Die Ernährungsunsicherheit des Landes wird durch eine mehrjährige Dürre verschärft, die eine Folge des weltweiten Klimawandels ist und die Gebiete im Süden des Landes 2021 an den Rand einer Hungersnot trieb. Madagaskars Wirtschaft, die nach einer politischen Krise stark geschrumpft ist, beruht primär auf Landwirtschaft (Export von Vanille) und in geringerem Maße auf Tourismus – die Insel ist weltweit für ihre außerordentliche Biodiversität bekannt. Daher ist die Existenzgrundlage der meisten Madagass*innen stark von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht.